Security FlashNeues Spiel
7. Januar 2009
Der Rückblick hält, was die Vorschau versprochen hat – zumindest was die Entwicklung neuer Viren & Trojaner oder Spam anlangt. Die Rekorde wurden erwartungsgemäß übertroffen, und mit nicht ganz unangenehmem Frösteln richten wir den Blick wieder nach vorne. Was kommt als nächstes? 1.000 neue Viren pro Stunde? Lächerlich! Der Vertrauensverlust der Anwender ins Medium Internet? Unvorstellbar!
Eine gewisse Resignation macht sich breit – vielleicht liegt es am Umstand, als einzelner eh nichts dagegen unternehmen zu können oder an der „Unbegreifbarkeit“ jener Bedrohungsbilder, die tagtäglich neu entstehen. Und das nicht nur bei Laien! Vertreter des brasilianischen Sicherheitsnetzes lassen mit provokanten Thesen aufhorchen: „AV-Programme erkennen bestenfalls 30% der in Umlauf befindlichen Schädlinge“ – starker Tobak, zumindest für die Vertreter der Antivirenindustrie und alle, die sich auf ihre Virenscanner verlassen. Jüngste Publikation in deutschen Hightech-Bibeln über den Vergleich der gängigsten AVProgramme und ihrer Eigenschaften, sich auch auf neue Schädlinge einzustellen, gipfeln in Zweckpessimismus wie „unbrauchbar“ und „unzureichend“. Sie prophezeien gar den nahen Tod von Antivirenprogrammen.
Ungeachtet dessen resümieren die mit Klagsdrohungen erprobten Redakteure dann doch noch versöhnliche Schlussworte wie „dennoch unverzichtbar“ und „Hoffnungsschimmer neue Technologien“. Ja, es wird nicht einfacher – und genau darin liegen auch neue Chancen! Neue Chancen für lokale Anbieter, neue Geschäftsfelder, die nicht von Multis besetzt werden können, und jede Menge an Gelegenheiten, sich bei seinen Kunden als kompetenter Partner zu beweisen.




