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IKT-Sicherheitskonferenz

Erfolgreiche Bundesheer-Sicherheitskonferenz

Mitte September lud das Bundesheer zur IKT-Sicherheitskonferenz ins Design Center Linz ein. In mehr als 100 Fachvorträgen informierten nationale und internationale Expert:innen über aktuelle Herausforderungen und Strategien im Bereich der Cybersicherheit.

Erfolgreiche Bundesheer-Sicherheitskonferenz

In mehr als 100 Fachvorträgen informierten nationale und internationale Expert:innen über aktuelle Herausforderungen und Strategien im Bereich der Cybersicherheit.
Bild: Bundesministerium für Landesverteidigung

Die IKT-Sicherheitskonferenz wird seit mehr als zehn Jahren vom Bundesheer organisiert und hat sich mittlerweile zur größten Cyber-Sicherheitsplattform Österreichs entwickelt. Zentrales Thema der diesjährigen Konferenz war der Einsatz von und der Schutz vor Systemen künstlicher Intelligenz sowie die damit verbundenen Bedrohungslagen, Chancen und Risiken. In fünf Vortragssälen sprachen Expert:innen aus Behörden, Streitkräften, Wissenschaft und Wirtschaft über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zu Sensibilisierung, Weiterbildung und zum fachlichen Austausch. 140 nationale und internationale Aussteller präsentierten aktuelle Entwicklungen und Lösungen für den Cyberraum. Ergänzt wurde die Konferenz durch Live-Hacking-Vorführungen, eine Cyber-Leistungsschau des Bundesministeriums für Landesverteidigung sowie das Finale der Austrian Cyber Security Challenge.


Cyberangriffe und digitale Souveränität. 

Wie professionell Cyberkriminelle heute vorgehen, zeigte Daniel Rossgatterer, Cybercrime Keynote Speaker, anhand realer Cyberangriffe. Er gab Einblicke in aktuelle Täterstrategien, Lösegeldverhandlungen und die Reaktion auf erfolgreiche Angriffe. Sebastian Schreiber, Managing Director SySS, machte die Methoden der Angreifer:innen beim Live-Hacking unmittelbar sichtbar. Er demonstrierte, wie Schwachstellen aufgespürt und technische Systeme angegriffen werden können. Florian Silnusek vom Bundesministerium für Landesverteidigung ging einen Schritt weiter. Er stellte die Frage, wie viel digitale Souveränität möglich ist, wenn Staaten und Streitkräfte bei komplexen Systemen von Technologien und Wissen anderer abhängig sind. „Vertrauen und Souveränität sind kommunizierende Gefäße“, sagte Silnusek. Künstliche Intelligenz verschärfe diese Frage. Sie kann Schwachstellen schneller aufspüren und immer komplexere Aufgaben übernehmen. „Die Geister, die wir beschwören, sind heutzutage irgendwelche neuronalen Netze“, so Silnusek weiter. Auch Quantencomputer könnten die Cybersicherheit grundlegend verändern. Raimund Wilhelmer, Data & AI Security EMEA Lead Accenture, zeigte, warum die Vorbereitung auf die sogenannte Post-Quantum-Kryptografie bereits heute beginnen muss. Leistungsfähige Quantencomputer könnten künftig bestimmte heute eingesetzte asymmetrische Verschlüsselungsverfahren angreifbar machen. Entscheidend sei deshalb weniger die Frage, wann genau dieser „Q-Day“ kommt, sondern wann die Umstellung auf quantensichere Verfahren abgeschlossen sein muss. Der Zeitdruck entsteht schon jetzt: Angreifer:innen können verschlüsselte Daten heute stehlen, speichern und später entschlüsseln, sobald die dafür nötige Technik verfügbar ist. Besonders schützenswerte Daten, die noch in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren vertraulich bleiben müssen, sind davon betroffen. Wilhelmer plädierte deshalb für „Kryptoagilität“ – also Systeme so aufzubauen, dass Verschlüsselungsverfahren künftig flexibel und ohne aufwendige Krisenprojekte ausgetauscht werden können.


Bundesheer stärkt Cybersicherheitsausbildung. 

Das Bundesheer spielt eine zentrale Rolle bei der Ausbildung von Fachkräften im Bereich der Cybersicherheit. Bereits seit 2002 veranstaltet das Abwehramt regelmäßig Sensibilisierungsveranstaltungen zur IKT-Sicherheit, um Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen der Cybersicherheit weiterzubilden und miteinander zu vernetzen. Im Jahr 2022 wurde zudem an der Theresianischen Militärakademie der FH-Bachelorstudiengang „Militärische informations- und kommunikationstechnologische Führung“ ins Leben gerufen. Damit nimmt das Bundesheer eine führende Rolle in der Cybersicherheitsausbildung in Österreich ein.


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