Auszeichnung
Preis für digitalen Humanismus verliehen
Für ihren Einsatz für menschenzentrierten Digitalisierung wurden die Projekte Wien KI und Alles Clara sowie Schuldirektor Horst Eichinger mit dem „Digitaler Humanismus in der Praxis"-Awards gewürdigt.

V.l.n.r. Gerfried Stocker, Silvia Grünberger, Klemens Himpele, Patricia Neumann, Roland Ledinger, Vera Treitschke, Georg Krause, Erich Prem, Henrietta Egerth, Hannes Werthner, Martin Giesswein
© msg Plaut AG/APA-Fotoservice/Ben Leitner
Bereits zum zweiten Mal wurden Mitte März die „Digitaler Humanismus in der Praxis"-Awards verliehen. Die Auszeichnungen würdigen visionäre Projekte, Persönlichkeiten und Unternehmen, die den digitalen Wandel mit ethischen Werten verbinden. „Was wir heute Abend erleben durften, ist mehr als eine Preisverleihung. Es ist ein Bekenntnis, dass Digitalisierung im Dienst der Menschen stehen kann und muss. Die herausragenden Projekte und inspirierenden Persönlichkeiten zeigen, dass technologischer Fortschritt und ethische Verantwortung einander nicht widersprechen, sondern gemeinsam die Grundlage für eine zukunftsfähige Gesellschaft bilden“, erklärt Dr. Georg Krause, Initiator des Awards und CEO der msg Plaut AG, auf der Preisverleihung. Für Roland Ledinger, Präsident der ADV und Geschäftsführer des Bundesrechenzentrums und Ideengeber des Awards, bestätigt der Abend einen klaren Trend: „Digitaler Humanismus ist längst in der heimischen Wirtschaft angekommen und entwickelt sich zunehmend zu einem Leitprinzip für die Umsetzung in Unternehmen und in der Verwaltung. Die ausgezeichneten Initiativen zeigen, wie sich Digitalisierung verantwortungsvoll umsetzen und gleichzeitig zukunftsweisend gestalten lässt.“
Drei Sieger:innen, drei Sonder-Awards. Die insgesamt 40 Einreichungen stellten die Jury aus Wirtschaft, Medien und Wissenschaft vor keine leichte Aufgabe. Die Beiträge wurden in den drei Kategorien Projekte, Organisationen und Personen eingereicht. Den Award für das Projekt des Jahres holte sich „Wien KI“ von der IT-Abteilung der Stadt Wien, MA 01 – Wien Digital. Deren menschenzentrierte KI-Plattform unterstützt Mitarbeitende der Stadt Wien in ihrer täglichen Arbeit und verbessert gleichzeitig den Service für Bürger:innen. Konsequenter Datenschutz und der Einsatz von Open-Source-Technologien sorgen bei Wien KI für Verlässlichkeit und stärken zugleich die technologische Unabhängigkeit. Als fester Bestandteil der Digitalen Agenda 2030 folgt die Plattform dabei dem Leitmotiv: Menschen an erster Stelle. Die Jury beeindruckte vor allem die klare Orientierung an den Prinzipien des Digitalen Humanismus sowie die bereits spürbare Wirkung in der Wiener Stadtverwaltung.
In der Kategorie Organisationen wurde der Verein „Alles Clara“ ausgezeichnet. Eine innovative App bietet pflegenden Angehörigen digitale Entlastung und professionelle Pflegeberatung. Sie vernetzt Pflege, Wissenschaft, öffentliche Hand und Privatwirtschaft und macht bestehendes Wissen sowie Angebote digital zugänglich. Im Zentrum steht ein konsequent personenzentrierter Ansatz, der die Bedürfnisse aller Beteiligten von Beginn an einbezieht.
Den Award für die „Digitaler Humanismus Persönlichkeit“ des Jahres erhielt Horst Eichinger. Als Direktor des Gymnasiums Stubenbastei hat er als einer der ersten in Österreich ein Wahlpflichtfach zu künstlicher Intelligenz und Digitalem Humanismus ins Schulleben gebracht und setzt sich damit unermüdlich dafür ein, junge Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Technologie zu sensibilisieren. Drei Sonderawards gingen an die Projekte Counter Speech – Young Citizens Against Online Hate, NewsDeconstructed und FIVE – Fitspiration.

